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MitOst, der Verein für Sprach- und Kulturaustausch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa mit Sitz in Berlin, lädt zusammen mit dem Ministerium für Kultur, Jugendpolitik und Massenkommunikation der Permer Region zum
8. Internationalen MitOst-Festival (13.-17. Oktober 2010) nach Perm/Russland ein.
Alle MitOst-Mitglieder und Menschen, die sich für den kulturellen und zivilgesellschaftlichen Austausch innerhalb Mittel- und Osteuropas interessieren, sind herzlich willkommen!
Wir erwarten etwa 200 Europäerinnen und Europäer aus zahlreichen Ländern, die gemeinsam mit Organisationen vor Ort ein buntes Kultur- und Workshopprogramm organisieren, Aktionen und Miniprojekte durchführen und sich vernetzen.
Es gilt, eine äußerst spannende Stadt kennenzulernen: Darf man den Berichten trauen, so finden die derzeit interessantesten Entwicklungen auf dem Gebiet der russischen Kulturszene nicht in Moskau und St. Petersburg statt, sondern in der bis 1991 für Ausländer gesperrten, “verbotenen Stadt” - in Perm, der östlichsten Millionenmetropole Europas.
Eine erstaunliche Wandlung, stand die Stadt mit ihrem Image eines tristen Provinzkaffs, einer ehemaligen Waffenschmiede und eines Gulag-Zentrums in der Vergangenheit vor allem für Negatives. Heute dagegen gibt es avantgardistisches Theater, man spricht von Weltklasse-Ballett und rühmt die Galerienszene.
Wie geschah das “Wunder von Perm”, von dem kürzlich das Magazin DER SPIEGEL sprach? Wir freuen uns darauf, den Permerinnen und Permern zu begegnen und uns mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser Stadt auseinander zu setzen!
Anmeldung (Frist: 15. September 2010) und Informationen zur Teilnahme:
www.mitost.org/festival.html
Kontakt
Julia Ucsnay
geschaeftsstelle(et)mitost.org
25. August 2010

Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit organisieren schon vom 12. bis 17. September die 5. Deutsch-Polnische Journalismus-Akademie. Bis zum Sonntag koennen sich bei uns noch Deutsche und Polen bewerben, um daran teilzunehmen.
Mehr Informationen gibt unter www.haus.pl oder unter anita.loesr@haus.pl.
25. August 2010
I. Filmabend Leipzig “Menschen im Alter”
05.07.2010, UT Connewitz, 21:00, Eintritt 3 Euro
1. Szczesciarze /The lucky ones - Tomasz Wolski, documentary, 27 min., PL 2009, Prod.: KIJORA
2. Echo - Magnus von Horn, fiction, 15 Min., PL 2009, Prod.: PWSFTviT
3. Come to Heaven - Linn Karen Foerland, exp. documentary, 5 min., PL 2009, prod.: PWSFTviT
4. Von Haus zu Haus - Rike Güssefeld, documentary, 9 Min., DE 2009, Prod.: HFF München
5. Ich bin´s Helmut - Nicolas Steiner, fiction, 11 Min., DE 2009, Prod.: Filmakademie Ludwigsburg
6. Cronologia - Rosana Cuellar, experimental, 12 Min., DE 2009, Prod.: Hochschule für bildende Künste Hamburg
Gast: Tomasz Wolski, Krakow
Moderation: Katharina Woll, Fee Römer (Ahoj Nachbarn!)
II. Filmabend in Dresden “Jugend”
08.07.2010, Katy’s Garage, 20:00.
1. Kokon – Till Kleinert, 7 min., Coming-of-Age Story, DE 2009, Prod.: dffb
2. Amoklove – Julia Kaiser, 9:20, Love Story,DE 2009, Filmakademie Baden – Württemberg Ludwigburg
3. Stille Post / Chinese Whisper – Oliver Rauch, 3 min, DE 2007, Prod. Credo Film Berlin
4. Echo - Magnus von Horn, fiction, 15 Min., Poland 2009, Prod.: PWSFTviT
5. Małżonkowie / Eheleute – Dara von Dusen, 12 min, Poland 2009, prod.: PWSFTviT
6. Historia o braku samochodu / A Story of the missing car – Grzegorz Jaroszuk, 12min, Étiude, PL 2008, Prod.: PWSFTviT
7. Pod bluzką - Lucia von Horn Pagano, 8 min, Étiude, PL 2009, Prod.: PWSFTviT
Gast: Rainer Mende, Polnisches Institut Leipzig
Moderation: Natalia Kukielko, Lysann Windisch (Ahoj Nachbarn!)
III. Filmabend in Poznan „ Beziehungen“
09.07.2010, Rozbrat, 20:00.
1. Das Mädchen mit den gelben Strümpfen - Grzegorz Muskala, 6 min., DE 2008, dffb
2. Amoklove – Julia Kaiser, 9:20, Love Story, DE 2009, Filmakademie Baden – Württemberg Ludwigburg
3. Dunkelrot – Frauke Thielecke, 10 min., DE 2008, Hamburg Media School
4. Antje und wir - Felix Stienz, 12 min., DE 2007
5. Cztery oferty matrymunialne / Four proposals – Magnus Arnesen, 22 min, PL 2007, Prod.: PWSFTviT
6. Małżonkowie / Eheleute – Dara von Dusen, 12 min, Poland 2009, Prod.: PWSFTviT
Gast: N.N.
Moderation: Krystyna Senne, Filip Rezner (Kulturalny Kolektyw UG)
IV. Filmabend in Gdansk „Das menschliche Wesen im Alltag”
1. Historia o braku samochodu / A Story of the missing car – Grzegorz Jaroszuk, 12min, Étiude, PL 2008, prod.: PWSFTviT
2. Milbe – Karl Tebbe, 6 min., Animation, DE 2008.
3. Małżonkowie / Eheleute – Dara von Dusen, 12 min, PL 2009, prod.: PWSFTviT
4. 2 oder 3 Versuche eine idee umzusetzen - Jan Peters, Marie-Catherine Theiler, 6 min., DE 2008.
5. Das Packet - Marco Gadge, 10 min., DE 2009.
6. Fisch braucht Wasser – Eric Ferranti, 8 min., DE 2007, dffb.
Gast:Michał Gieorgiew, Filmemacher
Moderation: Tomasz Dziemanczuk, Krzesimir Jagiello (Kolektyw Kulturalny UG)
Wir freuen uns auf Euch!
03. Juli 2010
Wertvoller Austausch statt billiger Einkauf

Vom 05. bis zum 12. Juli lädt das neue Projekt “filMost” von Ahoj Nachbarn! zu einer internationalen Filmbegegnung ein: ein deutsch-polnisches Team zeigt in Leipzig, Dresden, Poznan und Gdansk Kurzfilme zum Thema Alltag der beiden Nachbarländer. Anhand des Mottos “wir sind alle gleich, aber gleich anders” soll das Feld von vermeintlichen Gemeinsamkeiten und Unterschieden deutschen und polnischen Lebens abgesteckt werden. Das Thema des Abends wird sich um die Alltagsrealität von Jugendlichen drehen. Am Beispiel von Kurzfilmen soll dabei das Lebensgefühl der Jugend des 21. Jahrhunderts mit ihren Vorstellungen, Träumen, und Ängsten auf beiden Seiten der Oder-Grenze belichtet werden.
filMost ist eine Zusammenarbeit der Vereine Ahoj Nachbarn! und dem Kulturalny Kolektyw der Universität Gdansk, das von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert wird.Es ist eine Forsetzung der “Filmtour Polska-Deutschland 2009”. Mit einem abwechslungsreichen Kurzfilmprogramm bereist die Gruppe gemeinsam ihre Heimatländer, um sich mit dem Verhältnis der beiden Nachbarn auseinanderzusetzen. Die deutsch-polnischen Beziehungen gründen sich aber nicht nur auf Ereignisse der großen Geschichte, sondern finden sich auch in den kleinen Begegnungen des Alltags der Menschen wieder.
Zu jedem Filmabend wird es die Möglichkeit geben, im gemeinsamen Dialog von Filmemachern und Kulturschaffenden mit dem Publikum diese Phänomene zu erörtern und zu diskutieren.
Termine der „filmMost”-Tour
Mo, 05.07. Leipzig in UT Connewitz, 21:00 Uhr, Eintritt 3 Euro
Do, 08.07. Dresden in Katy’s Garage, 20:00 Uhr, Eintritt frei
Fr, 09.07. Poznan in Rozbrat, 20:00 Uhr, Eintritt frei
Mo, 12.07. Gdansk in Buffet, 20:00 Uhr, Eintritt frei
Gäste:
Leipzig - Tomasz Wolski, Regisseur von “Szczesciarze” (”The Lucky Ones”)
Drezden - Rainer Mende, Polnisches Institut Leipzig
Poznan - N.N.
Gdansk - Michał Gieorgiew, Filmemacher
Die Filmprogramme werden bald bekannt gegeben.
Wir sehen uns!
Gefördert aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
www.fwpn.org.pl
und das Polnische Institut in Leipzig
www.leipzig.polnischekultur.de
30. Juni 2010
Homoerotik im Kontext der Geschichte und der Gender-Fragenstellung.
Die Arbeiten von Boguslaw Bachorczyk (Krakau) strotzen vor Männlichkeitssymbolen, den biologisch und den kulturell bedingten. Sie sind oft militaristischer Provenienz – mal erinnern sie an die harmlosen Soldatenspiele kleiner Jungs, mal wirken sie oppressiv und bedrohlich. Dabei verwendet Bachorczyk Techniken und Materialien, die traditionell als frauentypisch gelten – und in der Kunst wenig geachtet werden: Stickereien, Webmuster, Perlen. Die Welten und Zuschreibungen vermischen sich, das Unvereinbare kommt zusammen, die Fragen nach den Geschlechterrollen werden auf eine neue, spannende Weise in den Raum gestellt.
Zu den Werken des Krakauer Künstlers gesellen sich
zwei Videoprojekte: „Briefe aus Krakau“ von Pirko Julia Schröder und „Briefe aus Nürnberg“ von Kasia Prusik.
Sie entstanden Ende 2009 zum Auftakt der Kneipenpartnerschaft Wanderer – Prowincja.
Mittwoch, den 23 Juni 5:30pm - 8:00pm
Ehrenhalle des Rathauses Wolffscher Bau, Rathausplatz 2, Nürnberg
18. Juni 2010

In Dorota Maslowskas zweitem Theaterstück „Wir kommen gut klar mit uns“ leben drei Frauen, drei Generationen beengt in einer Großstadtwohnung und haben sich zwischen Müll und Essensresten in der Nicht-Existenz eingerichtet. Nicht-Essen ist immer noch besser als Essen, Nicht-in-den-Urlaub-fahren besser als Urlaub, Nicht-Leben besser als Leben. Die Erinnerung der Großmutter an den Krieg ist längst vom Internetwissen der Enkelin gefärbt, die fehlenden Urlaubsfotos ersetzen Erfahrungen, die man als Globetrotter sowieso lieber nicht machen möchte.
Doch dann wird die Wohnung zum Filmstudio, die drei Frauen zum Publikum eines nicht gedrehten Films, dessen Zelluloid zwischen Schauspieler und Filmfigur nicht zu unterscheiden vermag. Dorota Maslowska wirft mit sprachlichem Furor Zeit-, Diskurs- und Narrationsebenen durcheinander, lässt Milieualptraum und Filmsequenz ineinander gleiten und verbirgt in der Showsatire einen politischen Kommentar zum Gegenwartspolen, das sich zwischen den Trümmern der Nachkriegszeit und dem IKEA-Abfall des kapitalistischen Neuanfangs zu formulieren sucht.
Regie: Tina Lanik
Bühne: Magdalena Gut
Kostüme: Su Sigmund
Musik: Rainer Jörissen
Deutschsprachige Erstaufführung
Deutsch von Olaf Kühl
Quelle: Bayerisches Staatsschauspiel
Foto: Thomas Dashuber
24. Mai 2010
Ahoj Nachbarn! empfehlt:
Zum vierten Mal wird das Societaetstheater ein Festival ausrichten, das mit der Kultur- und Kunstszene eines ausgewählten europäischen Landes vertraut macht. In diesem Jahr liegt der Fokus auf Polen, denn die polnische Theaterszene ist während der letzten zehn Jahre in ihrem Selbstbewusstsein enorm gewachsen und gehört zu den muntersten in Europa. In Dresden steht das junge, professionelle freie Theater im Zentrum, das sich durch eine starke Bild- und Körpersprache auszeichnet.
Teil des Programms sind neben Aufführungen und szenischen Lesungen u. a. Konzerte von Dorota Miśkiewicz und Dikanda, ein Workshop, die legendäre „Leutnant-Show“ des Klubs der Polnischen Versager (Berlin), Vorträge über aktuelle Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Kultur Polens sowie über das zeitgenössische polnische Theater, szenische Lesungen sowie Kurz- und Animationsfilme.
Programm
28. April 2010
Auch dieses Jahr findet in Nürnberg die 5. polnische Filmwoche, initiiert vom Krakauer Haus. Die Filme werden mit deutschen Untertiteln in Cinecitta vorgeführt. Mehr zum Programm hier
21. April 2010
Statt billig einzukafen, tauschen wir was uns lieb und teuer aus!
Gesucht werden Kurzfilme zum Thema „Alltag” aus Polen und Deutschland. Hilf uns zu zeigen, was junge Menschen auf beiden Seiten von Oder und Neiße denken und fühlen!
Die Idee für das Projekt filMost entstand letztes Jahr, als sich die Initiative Ahoj Nachbarn entschied, eine Reihe von Kurzfilmabenden zum Thema „deutsch- polnische Beziehungen“ zu organisieren. Damals hieß das Projekt noch „Filmtour Polska-Deutschland“. Uns interessierte sowohl die vergangene als auch die heutige wechselseitige Beziehung der beiden Nachbarländer und wir entschieden uns für einen Filmabend als die ideale Veranstaltungsform, um Diskussionen und den Austausch zwischen jungen Menschen der beiden Nationen anzuregen. Die Reise durch verschiedene Städte in Polen und Deutschland sollte ebenso die Verbreitung der Filmkunst weitgehend unbekannter Filmemacher unterstützen. Die ausgewählten Filme erzählten von der polnischen Emigrationswelle der 80er, von immer noch lebendigen Stereotypen, genauso wie von der gemeinsamen Geschichte beider Länder.
Auch dieses Jahr wollen wir uns wieder auf die gemeinsame Reise begeben. Im Juli ist der Besuch von vier Städten auf deutscher und polnischer Seite geplant. Unsere Stationen werden Leipzig, Dresden, Posen und Gdansk sein, in denen Filme von Euch, liebe Filmemacher, gezeigt werden sollen.
Wir laden dazu ganz herzlich professionelle, Amateur- und unabhängige Filmschaffende ein. Die Gattung ist beliebig wählbar; bereits im letzten Jahr zeigten wir Animations-, Dokumentar- und Spielfilme. Einzige Voraussetzung dabei ist, dass die Filme nicht länger als 30 Minuten und Englisch untertitelt sind.
Das Motto der diesjährigen Filmtour ist der Alltag junger Menschen. Wir möchten ein Filmprogramm zusammenstellen, das denjenigen, die gerade ins „erwachsene Leben“ eintauchen, die kleinen Ereignisse des deutschen und polnischen Lebensalltags näher bringt. Das Zu Hause, die Ausbildung, Arbeit und Freizeit sind nur einige Beispiele, die in den Filmen aufgegriffen werden können.
Dahinter steckt die Überzeugung, dass gerade die Dinge, die uns nicht so wichtig erscheinen, viele Ähnlichkeiten und universelle Herausforderungen mit sich tragen. Der filmische Austausch soll dabei auch eine Gelegenheit sein, die „tatsächlichen“ Wirklichkeiten kennen zu lernen, mit denen junge Erwachsene aus verschiedenen Umgebungen zu kämpfen haben. Der grenzübergreifende Dialog lädt zum Kennenlernen und besseren Verständnis des jeweiligen Nachbarlandes ein.
Auf Eure Filme warten wir bis zum 15.05.2010.
Filme sollten verschickt werden entweder an:
Ahoj Nachbarn! e.V.
Postfach 450126
90212 Nürnberg
oder an:
Kulturalny Kolektyw Gdański
ul. Wita Stwosza 58, p. 109
80-952 Gdańsk, Polen
Jegliche Fragen gerne an: ahojnachbarn@gmx.de (deutsch) und kk@ug.edu.pl (polnisch).
Wir freuen uns auf Eure Filme! 

12. April 2010
Es gibt kaum Jugendliche in Polen, die diesen Film nicht kennen: SHOPPING GIRLS (Originaltitel: GALERIANKI, Polen 2009) von Katarzyna Roslaniec erzählt von einer Welt, in der sich Schulmädchen in Einkaufszentren für modische Kleidung und Konsumartikel prostituieren, während Schule und Elternhaus in der Vermittlung von Werten versagen. Auf dem FilmFestival Cottbus lief der Spielfilm in deutscher Erstaufführung. Die erst 29-jährige Regisseurin wurde in Cottbus mit dem Preis für den besten Debütfilm ausgezeichnet, Hauptdarstellerin Anna Karczmarczyk erhielt für ihre Rolle als Alicja den Preis für eine herausragende Darstellerin.
Jetzt gibt es eine weitere Möglichkeit, das in Polen viel diskutierte Jugenddrama in Deutschland zu sehen: Im Rahmen seiner Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin präsentiert das FilmFestival Cottbus SHOPPING GIRLS im Programm von filmPOLSKA in Berlin. Die Aufführungen finden am 15.4. um 20 Uhr im fsk Kino am Oranienplatz, Segitzdamm 2 (Kreuzberg), und am 16.4. um 20 Uhr im Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Str. 40/41 (Mitte) statt. Katarzyna Roslaniec, Regisseurin von SHOPPING GIRLS, und Roland Rust, Direktor des FilmFestival Cottbus, stehen bei beiden Aufführungen als Interviewpartner zur Verfügung.
Zum Inhalt: SHOPPING GIRLS handelt von der 14-jährigen Alicja, die auf eine neue Schule kommt und von der angesagten Clique ihrer Klasse unter die Fittiche genommen wird. Innerhalb kurzer Zeit verwandelt sich das Schulmädchen mit dem veralteten Mobiltelefon und den selbst geknüpften Armbändern in ein Ebenbild ihrer neuen Freundinnen – bezahlt sind die schicken Klamotten und das neue Handy mit sexuellen Dienstleistungen. Alicja will dazu gehören. Zu spät erkennt sie den Preis ihrer neuen Popularität.
Es ist das erste Mal, dass das gesellschaftliche Phänomen der „Galerianki“ im Kino behandelt wird. Roslaniec´ Film basiert auf Interviews der Regisseurin mit polnischen Schülerinnen, die in Einkaufszentren und Bars nach „Sponsoren“ suchen.
07. April 2010
Nach dem großen Erfolg des Projektes „Filmtour Polska-Deutschland 2009“ wollen wir auch im Jahr 2010 deutsche und polnische Städte mit einem vielseitigen Kurzfilmprogramm im Gepäck bereisen. Der Name des Projektes wurde auf filMost umgeändert.
Die Tour 2010 im Juli: Leipzig, Dresden, Poznan, Gdansk.
Dabei wird sich das diesjährige Projekt um speziell eingegrenzte Thematik der deutsch-polnischen Beziehungen drehen, welche in den ausgewählten Filmen konkret Widerklang finden sollen – die Filme werden demnach anhand zuvor festgelegter Themen ausgesucht. Das Thema 2010 ist “Alltag in Polen und Deutschland”.
Wir halten Euch auf dem Laufenden! Die Arbeit ist schon in vollen Zügen!
Wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, dass unser polnischer Partner dieses Jahr Kulturalny Kolektyw Uniwersytetu Gdanskiego ist!
Kulturalny Kolektyw Uniwersytetu Gdańskiego organisiert in Polen und sei einiger Zeit auch im Ausland zahlreiche Kulturprojekte, die sich mit politischen, sozialen und ökologischen Themenfeldern auseinandersetzen. Dazu gehören unter Anderem die jährlichen Festivals “Wolne Miasto Gdańsk” (dt. „Freie Stadt Gdansk“), Muzyka Końca Świata (dt. „Musik des Endes der Welt“), und „Wielki Przejazd Rowerowy“ (dt. „Große Fahrradfahrt“). Der Verein war zudem mitverantwortlich für die Organisation der internationalen Projekte “Moving Baltic Sea” und „Kinomobilny”.
21. März 2010
Frohe, schoene, ruhige Weihnachtstage!
Einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
Wir sehen uns in 2010!
AhojNachbarn!
24. Dezember 2009
Dieser Artikel erschien in “Newseek Polska”, Nr. 42/2009
von Michal Kacewicz

ANZUG FÜR BESTECHLICHE Oleksy Zalewski, ein ukrainischer Modedesigner, verachtet Korruption, sie ist allerdings eine schwere Krankheit der ukrainischen Eliten
Ein mir bekannter Journalist aus der Ukraine rief mich letzte Woche mit der Bitte an, ihm zu erklären, worum es bei der Glücksspiel – Affäre und der Angelegenheit um Minister Drzewiecki* eigentlich geht. Trotz Übersetzung könne er überhaupt nicht verstehen, was der Grund dieses politischen Skandals sei.
- Warum klagt ihr einen Politiker wegen seiner Freundschaftsbeziehungen zu Geschäftsmännern an? Warum werft ihr Chlebowski vor, dass er Lobbyarbeit betrieben hat? Es sei doch normal, dass Politiker so etwas machen, das wäre schließlich ihr Job. Der Sportminister muss zurücktreten, weil er seinen befreundeten Geschäftsleuten geholfen hat? Warum wird der Chef der Anti-Korruptions-Agentur** abgesetzt, wenn er die Opposition und den Präsidenten unterstützt?
Meine Argumente hat er nicht verstanden. Erst als ihm einfiel, dass nächstes Jahr die Präsidentenwahlen in Polen stattfinden, wurde ihm alles klar. Es geht um die Macht, zwei politische Lager kämpfen um ihren Einfluss und teilen sich den Markt.
In einem Satz – er hat nichts verstanden. Ich dafür schon. Ich habe mir die ukrainischen Portale angeschaut und bemerkt, wie weit östlich die ukrainische Demokratie abgedriftet ist, wie unsere unvollkommene polnische Demokratie mit gutem Beispiel vorangeht, wenn man sie mit der kleineren vergleicht.
[…] In Kiew wundert es keinen mehr, dass die Politiker im Grunde Delegierte der Oligarchen und ihrer Interessen sind. Man hält es für normal, dass diese die größten Investitionen für Euro 2012 untereinander aufgeteilt haben. Ausschreibungen? Wettbewerbe? Wer wird sich darüber den Kopf zerbrechen, wenn es langjährige Tradition ist, dass Donieck Renata Achmatowa und Dniepropietrowsk Ihor Kolomyjski gehören. Jeder baut das Stadion in der eigenen Stadt und das war’s.
[…] Glücksspielgesetz? In der Ukraine wurden vor drei Monaten offiziell alle Casinos geschlossen. Man sagt, dass dies so lange so bleiben wird, bis das Parlament ein neues Gesetz vorbereitet. Dort hat allerdings keiner Lust es zu machen. Im Januar ein neues Austeilen: Präsidentenwahlen. Julia Tymoszenko, die auf das Präsidentamt schielt, und ihre Partei blockieren die Arbeiten am Gesetz, auf Erfolg im Januar wartend, wo sie sich eine bessere Position bei der Machtaufteilung über das Glücksspiel-Geschäft erhoffen. Natürlich läuft das Geschäft -trotz des offiziellen Verbotes- bestens; es wurden lediglich demonstrativ einige der Casinos geschlossen. Die Casino-Branche sammelt direkte, steuerfreie Einnahmen.
Kein Wunder, dass die Ukrainer mit so einer Bewunderung unsere Glücksspiel-Affäre betrachten. Bei ihnen wäre sie nicht möglich, weil das Verhalten, das bei uns als Pathologie betrachtet, publik gemacht und verfolgt wird, am Dnjepr normal ist. Ich weiß allerdings nicht, ob das ein Grund sein sollte um zufrieden zu sein, dass wir mit unserer Demokratie gut zurecht kommen. Oder um traurig zu sein, dass unser Freund im Osten – das Land, das wir zu Reformen aermutigen und mit dem wir Euro 2012 organisieren – so wenig in den letzten Jahren erreicht hat.
* Miroslaw Drzewiecki - Sportminister
** Anti-Korruptions-Agentur (Centralne Biuro Antykorupcyjne) - ist eine Sonderbehörde in Polen zur Bekämpfung von Korruption im öffentlichen Sektor und in der Wirtschaft.
12. November 2009
Alles Gute zum Geburtstag
wünscht der junge Ahoj Nachbarn!

Unabhängigkeitsfeierlichkeiten in Warschau
copyright AgencjaGazeta
11. November 2009

Das Projekt ist zwar offziell vorbei, aber weil es uns sooooooooo viel Spass gemacht hat, möchten wir doch noch ein mal ein abwechslusgreiches Programm aus den Werken der jungen Autoren von der Filmtour 2009 präsentieren. Dieses mal in Nürnberg. Ab 19 Uhr in der Weinerei, Eintritt ist wie immer FREI!!!
01. November 2009
Im märchenhaften Danzig wurde das Filmprogramm im Rahmen des MitOstFestivals präsentiert, wo sich jedes Jahr zahlreiche aktive Mitglieder und Mitstreiter aus Mittel- und Osteuropa und Asien treffen, um über sich über vergangene und laufende Projekte auszutauschen und neue zu planen und an der Entwicklung des Vereins mitzuwirken. Auch dieses Jahr wurde es ein interessantes Kulturprogramm angeboten, das MitOstlerInnen und Menschen vor Ort zusammen brachte.
15. Oktober 2009
Leider ist der erste freie Tag, den wir seit Anfang der Tour haben, sehr regnerisch und kalt. Um dennoch kulturell am Ball zu bleiben und uns nicht vom tristen Wetter nicht zu langweilen, waren wir beim Theaterfestival DIALOG, der gleich bei unserem Ankunftstag in Wroclaw startete. Am Tag drauf schafften wir die Stadt zu erkunden und sogar ein bisschen Party zu machen. Und für alle unsere Freunde in Berlin, die wir herzlich zum Klub der polnischen Versager einladen, haben wir noch ein Geheimtipp: Releaseoarty von “BUDZILLUS”!!!
Der Deiwel hat Ausgang. Und am 10.Oktober macht er Stop im Ballhaus Ost.
Denn BudZillus, des Teufels persönliche Bumskapelle, bitten zum Tanz und haben etwas ganz Besonderes im Gepäck: Ihr allererstes Album!
Nach zwei EPs (Best of „Greatest Hits“ und „Devil’s Polka“) haben sich die fünf Chaoten Ende 2008 dazu entschlossen, eine Langspielplatte aufzunehmen. Lang genug hat es gedauert, denn schließlich war es gar nicht so einfach, den bandeigenen Stil aus Swing, Punk, Hotjazz und Exotica mit 12-Bit und Klassik zu verquirlen und auf einem Tonträger zu vereinen. Doch das Ergebnis kann sich hören und vor allem tanzen lassen. Und davon könnt ihr euch an diesem Abend erstmals überzeugen.
BudZillus kommen aus Berlin, ihre Wurzeln reichen von den verschiedensten Himmelsrichtungen Deutschlands bis nach Ungarn und Italien. Ihre Instrumente hat die Band zum grossen Teil selbst gebaut oder stark modifiziert.
Zu Gast sind unter anderem das „Incredible Herrengedeck“: Irgendwo zwischen Agitation, Provokation und grandiosem Schwachsinn hauen die drei Berliner mit Klavier, Bass und Gitarre ordentlich auf die Kacke.
Vor und nach der Show wird sich DJ Mister Paan mit meshuggen Klezmer Ska und Balkan Brass um eure Beinchen kümmern.
Und wenn sich die Temperaturen im Ballhaus langsam dem diabolischen Niveau nähern, werden BudZillus euch persönlich ihren „Oriental Swing Punk“ um die Ohren hauen. Lasst euch von euren Freunden erzählen, was ihr gemacht habt, denn ab hier wird euer Kleinhirn das Kommando übernehmen. Sagt nicht wir hätten euch nicht gewarnt.
Wo: Ballhaus Ost, Pappelallee 15
Wann: 10. Oktober ab 21 Uhr
Eintritt: 7 Euro (15 Euro inkl. Album)
www.myspace.com/budzillus****

10. Oktober 2009
Gemütlich und familiär - die zwei Schlagwoerter werden einfallen, wenn ich an Besuch von Częstochowa zurückdenke. Ein kleines Teehaus Cafe Belg, wo wir an dem Tag den Filmabend hatten, war eindeutig im Top 10 der gemuetlichsten Lokations, die ich jemals besucht habe. Es waren nicht so viele Besucher, wie die Tage davor, dafür war die Disskussionsrunde mit dem Regisseur Matl Findel sehr lang und spannend fuer alle Anwesenden, die aktiv daran teilgenommen haben.
Am nächsten Morgen wurden wir von einer Projektteilnehmerin zum grandiosen Frühstück eingeladen. Wir wurden sehr herzlich von ihrer Mutter empfangen und waren überwältigt von dem Umfang und Spezialitaeten, die uns angeboten wurden. Wir konnten erst einige Stunden später aufbrechen. Auf dem Weg nach Wroclaw machten wir noch einen kleinen Ausflug zu den malerischen Ruinen von Olstyn, die uns bisschen an irische Landschaften errinert haben… Fotobericht gibt’s natürlich auch >>> hier!
10. Oktober 2009
Wir trennten uns nach dem Frühstück in Lodz von Filmemacher Arthur Oleszczuk und seiner Freundin und machten uns 2 Stunden später als geplant auf den Weg nach Krakau, wo wir uns mit Regisseur Matl Findel treffen wollten. Bei der Ankunft überraschte uns Krakau nicht nur mit ungewöhnlich vielen Tourisen und einer schönen Altstadt, sondern in erster Linie mit dem für Oktober merkwürdig warmen Wetter - laut Thermometer sagenhafte +24°!!!
Der Filmabend fand im Klub Lokator statt, der an der Schwelle zur Altstadt und nur ein paar Gehminuten von unserem Hostel Sokól und der Weichsel entfernt liegt. Wir danken dem Publikum für interessante Disskussion und zahlreiches Erscheinen, sowie dem Klub Lokator für den netten und freundlichen Empfang!!!
Und nun auch ein paar Fotoeindrücke von dem Tag. Enjoy it;)
08. Oktober 2009
Da das Wetter uns an dem Tag nicht so erfreute, konnten wir nur flüchtig die Stadt kennenlernen. Wir kreisten lange im Regen herum, irregeführt von unserer Navigation. Viele Baustellen und zahlreiche Einbahnstrassen, wo wir unfreiwillig einbiegen mussten, machte uns das Leben schwer und die Rundfahrt weniger spannend. Es schien alles grau und aussichtslos zu sein. Erschöpft machten wir uns schliesslich auf die Suche nach Pirogi - eine Art polnischen Raviolis, die zahlreiche Variationen annehmen, was Füllungen und Zubereitungsarten angeht. Wir ahnten nicht mal, dass nur ein Katzensprung von unserem Hostel entfernt liegt ein erstaunliches Komplex namens “Manufaktura” - ein tolles Beispiel, wie man alte Industriegeländer attraktiv und kreativ wiederbeleben kann. Da wird man fuer ziehmlich alles fundig - egal, ob Essen, Kino, Disko, Fitness oder Bummel, aber wir hatten leider nicht so viel Zeit.
Wir wurden herzlich im Klub Kaliska von seinem Betreiber empfangen, aber eher weniger vom Publikom. Allerdings wurde nach der Pause das Eis gebrochen und wir konnten ziehmlich interessante Bekanntschaften mit Studenten aus der lokalen Filmschule knuepfen.
07. Oktober 2009
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