Krakau – immer eine Reise wert!

„Du fährst nach POLEN in den Urlaub? Ernsthaft?“ So oder so ähnlich sind meist die Reaktionen, wenn ich erzähle, dass mich mein nächster Trip nach Polen führt: Ungläubiges Staunen zusammen mit verständnislosem Kopfschütteln. Für die meisten Leute ist Polen einfach kein Land zum Urlaub machen. Dabei hat unser östliches Nachbarland so viel zu bieten. Meiner Ansicht nach ein völlig unterschätztes Urlaubsland, welches – wenn auch manchmal erst auf den zweiten Blick – eine große kulturelle, landschaftliche wie auch kulinarische Vielfalt bietet. Eine Stadt, die die vorgenannten Aspekte auf besonders schöne Weise vereint, ist für mich Krakau; Ende April habe ich dort einige Tage verbracht und war ganz begeistert: Die Altstadt mit dem Königsschloss (beides UNESCO-Weltkulturerbe) beeindruckt mit ihrer wirklich schönen Architektur und den charmanten Gassen. In einem solchen Ambiente macht es besonders Spaß sich durch die Straßen treiben zu lassen und je nach Lust und Laune in einem Café oder Restaurant einzukehren.

Das Wawel-Schloss

Die Tuchhallen auf dem Rynek – dem Krakauer Marktplatz

Apropos einkehren: Ich habe dies ausgiebig getan – zum einen, weil gutes Essen für mich einfach dazugehört und zum zweiten weil ich polnisches Essen liebe;-) Ob gebratene Piroggen in einer Pierogarnia, Rote-Beete-Suppe in einer Milchbar, Zapiekanka als Streetfood oder Hering mit Sahne und Wodka im Restaurant – ich habe es mir wirklich gut gehen lassen;-) Dabei war ich in guter Gesellschaft: Die 5 Mädels, die mich auf meinen Krakau-Trip begleitet hatten (allesamt noch nie zuvor in Polen) waren sehr beeindruckt von der Stadt – und genauso begeistert von der polnischen Küche wie ich;-)

 

Was bei mir einen besonders nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, war mein Ausflug nach Nova Huta, der als „sozialistische Musterstadt“ geplanten Arbeitersiedlung östlich der Krakauer Altstadt. Es war eine geführte Tour, die mir spannende und bewegende Einblicke in die sozialistische Geschichte Polens verschaffte. 3,5 Stunden war ich mit einem Guide unterwegs, der mir von der Entstehungsgeschichte, dem Konzept und dem Leben in der Stadt erzählte. Auf dem Spaziergang durch die schachbrettartig angelegten Straßen besuchten wir ein Restaurant, einen lokalen Markt, ein Café und eine Kirche – die Tour hat mich nachhaltig beeindruckt und ich empfehle sie jedem, der sich für diesen Teil der Geschichte Polens interessiert.

Kirche „Arka Pana“ in Nova Huta

Mein Fazit: Krakau ist eine wunderschöne Stadt und definitiv eine Reise wert! Ich komme sicher wieder!

Kochen mit Ahoj

Im April haben sich die engagierten Ahoj-Mitglieder zusammengesetzt und in mühevoller Arbeit zahlreiche polnische Gerichte durchprobiert, um euch das Rezept des Monats empfehlen zu können 🙂

 

Kartoffelklößchen und Rote Beete stehen bereit

Kartoffelklößchen und Rote Beete stehen bereit

 

Hier präsentieren wir euch nun das Gewinner-Rezept, eine tolle polnische Kreation:

 

Schlesische Kartoffelklößchen mit Roter Beete

Kartoffelklößchen – Zutaten für 8 Personen:
1,5kg mehligkochende Kartoffeln
375g Stärkemehl
2 kleine Eier
Salz
Kartoffeln schälen, in Wasser kochen (ca. 45min, Garprobe mit Gabel machen) und zerstampfen (oder durch Kartoffelpresse drücken). Stärkemehl dazu geben, dann die Eier, salzen und alles mit den Händen gründlich vermengen. Mit einem Esslöffel Häufchen von dem Kartoffelteig abstechen und kleine Knödel formen. Mit dem Daumen eine Vertiefung hineindrücken.
Die Klößchen in leicht siedendes Salzwasser geben und ca. 2 Minuten ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Das Wasser sollte bei Garen nicht kochen, sonst zerfallen die Klößchen. Mit dem Schaumlöffel herausnehmen und sofort servieren.

 

Rote Beete – Zutaten für 8 Personen:
8 Rote Beeten
200g Butter
2 TL Mehl
Salz, Pfeffer
1 TL Zucker
4 EL Schmand

Die Roten Beeten waschen und in einem Topf mit Wasser bedecken, aufkochen lassen, dann bei mittlerer Hitze weich garen (ca. 30min, Garprobe mit der Gabel machen). Dann schälen und sehr fein schneiden oder reiben. Butter in einem Topf erhitzen und Mehl darin anschwitzen. Dann die Rote Beete dazugeben und andünsten, bis sie etwas Flüssigkeit abgegeben hat. Mit Salz und Pfeffer würzen, Zucker dazugeben und Schmand unterrühren.

 

Smacznego und guten Appetit!

 

Für das Kochen haben wir uns noch kompetente Unterstützung geholt.

Für das Kochen haben wir uns noch kompetente Unterstützung geholt.

 

PS: Falls ihr euch wundert, wo wir da kochen  – das ist der wunderschöne Frauentreffpunkt Neuperlach e.V.

Offener Treff im Mai

Alles NEU macht der Mai…;-) Nein, nicht alles – manches bleibt genau so wie es ist. Wie unser monatlicher Treff zum Beispiel. Dieser findet wieder am letzten Mittwoch des Monats ab 19 Uhr statt. Wir treffen uns am 29.05. im Wirtshaus „Alter Simpl“ in der Türkenstraße 57. Komm gerne dazu, wir freuen uns auf einen netten Abend!

45 Jahre Deutsch-Polnische Gesellschaft München e.V.

Ende März waren wir zu einem besonderen Jubiläum eingeladen: Die Deutsch-Polnische Gesellschaft München (DPGM e.V.) feierte ihr 45-jähriges Bestehen im Wirtshaus am Hart. Da wir Ahojskis seit Jahren in regelmäßigem Austausch mit der DPGM stehen, wurden auch wir zu der Veranstaltung geladen. Sehr herzlich wurden wir vom Vorstand Werner Meier und dessen Ehefrau Danuta beim Sektempfang begrüßt. Es waren zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und Gesellschaft anwesend, polnische wie deutsche, viele von ihnen seit Jahrzehnten mit der DPGM verbunden.

 

Erster Programmpunkt – nach der Eröffnungsrede durch den Vorstand und einer musikalischen Einlage durch eine Jazzgruppe – war ein Vortrag von Frau Prof. Dr. Marta Smolińska von der Universität der Künste Poznań. Sie beleuchtete die Deutsch-Polnische Grenze aus der künstlerischen Perspektive und zeigte zahlreiche Bilder entsprechender Kunstwerke.

 

Nach diesem thematisch durchaus anspruchsvollen Auftakt folgte der komödiantische Part: Der Club der polnischen Versager – eine Gruppe polnischer Comedians, extra aus Berlin angereist – trat mit seiner Show  „100 Jahre Polen! Eigentlich eine tolle Leistung, doch es geht mehr!” auf. Auftakt der Show war eine – humorige – Analyse, die ergab, dass natürlich kein anderes Land die Stelle Polens auf der europäischen Landkarte einnehmen könnte – schließlich schmiegt sich schon rein geographisch kein Land so perfekt an die Oder-Neiße-Grenze wie Polen;-) Im Anschluss trugen die beiden Darsteller auf satirische Weise das Szenario einer Teilung und späteren Wiedervereinigung Polens in einer fernen Zukunft vor – eine durchaus unterhaltsame Angelegenheit!;-)

 

Nach dem Ende der Vorstellung wurde das Buffet eröffnet. Bei Bier, Brezen, bayrischen Schmankerln und unterhaltsamen Tischgesprächen ließen wir den Abend ausklingen.

Wir bedanken uns bei der DPGM für die Einladung und wünschen weiterhin viel Erfolg!