POLISH WAVE 2019

Für Freunde des polnischen Kinos haben wir im November ein Highlight:

 

Am 14. November findet wieder das Filmprogramm POLISH WAVE statt – diesmal in der Bar Provisorium, Gravelottestr. 7. Das Programm besteht aus fünf polnischen Kurzfilmen, die im Rahmen des diesjährigen  Short Waves Festival gezeigt wurden. Short Waves ist ein internationales Filmfest, das jährlich in Poznań, Polen, stattfindet.

 

Einlass ist um 19 Uhr, Vorstellungsbeginn um 20 Uhr.
Der Eintritt beträgt 3€ für Ahoj-Mitglieder, 4€ für andere.

 

Bitte beachten: Das Provisorium öffnet bereits um 18 Uhr, wer möchte kann also schon früher vorbeischauen und sich bei leckerem Essen und Getränken auf einen schönen Filmabend einstimmen.

 

 

FILMPROGRAMM

Alle Filme OmeU. Gesamtdauer: 90 Minuten

 

FASCINATRIX
Regie Justyna Mytnik, Polen 2018, Musical, 19 Min.

FASCINATRIX ist ein Musical über eine rachsüchtige Frau, die sich als Hexenjäger verkleidet und im Schloss der Inquisition erscheint.

 

BOYS WITH BUTTERFLIES (CHŁOPCY Z MOTYLKAMI)
Regie Marcin Filipowicz, Polen 2018, Spielfilm, 28 Min.

Der fünfzehnjährige Filip wird auf einer Brücke in einer Siedlung verprügelt. Als Vergeltung kauft sein Vater eine Werbefläche mitten in der Siedlung und publiziert dort die Information über eine Belohnung für die Hilfe bei der Ergreifung der Täter. Diese einfache Coming-of-Age-Geschichte ist von wahren Begebenheiten inspiriert.

 

OH GOD (O JEZU!)
Regie Betina Bożek, Polen 2017, Animation, 4 Min.

Die Helden dieser Animation haben keine Lust irgendetwas zu tun, sind passiv und gleichgültig, unfähig ihre eigene Realität mitzugestalten. Die Autorin zeigt eine Welt, die ihre ursprüngliche Gestalt und Identität verliert. All das verbindet der Titelspruch „Oh God“, was gleichzeitig eine Grimasse, ein Seufzer und ein leises, über eigenes Unvermögen verzweifeltes Flüstern ist.

 

THE SISTERS (SIOSTRY)
Regie Michał Hytroś, Polen 2017, Dokumentarfilm, 19 Min.

Hinter den mächtigen, 800 Jahre alten Mauern im ältesten Frauenklausurkloster Polens, spielt sich das Leben von 12 Ordensschwestern ab. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters (Durchschnitt 70 Jahre) und des verrückten Tempos der Veränderungen in der Außenwelt versuchen die Schwestern jeden Tag der Regel „Ora et Labora“ zu folgen.

 

SOPHIE’S ORDINARY LIFE (ZWYKŁE LOSY ZOFII)
Regie Dominika Gnatek, Polen 2018, Spielfilm, 19 Min

Zofia ist ein Pechvogel. Die unverbesserliche Romantikerin mag ihren Job nicht und erlebt täglich kleine Unannehmlichkeiten. Echte Probleme fangen aber an, als sie auf ihren Ex trifft, vor dem sie schon in eine andere Stadt geflüchtet war. Anfänglich glaubt Zofia er hätte sich verändert, doch ihre Beziehung eskaliert wieder mit Streit und Wortgewalt.

 

 

ÜBER DIE STIFTUNG AD ARTE

Die Stiftung Ad Arte wurde 2003 gegründet. Von Beginn an beschäftigt sie sich mit Kurzfilmen. Seit 2009 organisiert sie das Short Waves Festival, das den Kern ihrer Tätigkeiten und gleichzeitig das größte Projekt darstellt. Durch Aktivitäten, die Film, Kunst und Musik verbinden, ermöglicht die Stiftung ihrem Publikum Zugang zu unkonventionellen Events, wie Filmvorstellungen mit audiovisueller Begleitung, Ausstellungen und Workshops.

 

Zu den Partnern der Stiftung gehören u.a. die Stadt Poznań, das polnische Kulturministerium, sowie das Polnische Filmkunstinstitut.

 

Ahoj Nachbarn kooperiert mit der Stiftung Ad Arte bei POLISH WAVE schon seit 2011.

Offener Treff im Oktober

Magst du Cevapcici?;-) Falls ja, solltest du bei unserem nächsten Offenen Treff vorbeischauen! Dieser findet am 30.10.2019 ab 19 Uhr im „Ćevabdžinica 10“, Oberländerstraße 3B statt. Und falls du Cevapcici gar nicht magst – komm trotzdem dazu;-) Bei uns geht es nämlich nicht nur ums Essen (naja, ein bisschen schon;-)), vor allem aber um gemeinsamen Austausch zu osteuropäischen Themen. Interessierte sind jederzeit willkommen. Sei dabei, wir freuen uns!

Offener Treff im September

Unser nächster Offener Treff findet im Müllerschen Volksbad statt. Keine Sorge – Badesachen sind nicht erforderlich;-) Am Mittwoch, 25. September finden wir uns ab 19 Uhr in der Speiserei zusammen – dem Restaurant des Jugendstilbades. Nette Leute, gute Gespräche und feines Essen garantiert;-) Schau vorbei, wir sind eine nette Truppe und freuen uns immer über neue Leute, die unser Interesse für Osteuropa teilen!

Sommerfest der Deutsch-Polnischen Gesellschaft München

Kapela Hanki Wójciak

Am 29. Juni haben wir das Sommerfest der DPGM im Wirtshaus am Hart besucht. Bereits die Jubiläumsfeier Ende März war sehr schön, daher hatten wir uns schon richtig auf das Sommerfest gefreut. Und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde in großer Runde mit guter Stimmung gefeiert. Dies lag vor allem am Highlight des Abends – dem Auftritt der polnischen Band Kapela Hanki Wójciak aus Krakaudie mitreißende polnische Musik – unter anderem aus der Tatra-Region – präsentierte. Die Gruppe tritt regelmäßig in ganz Polen und Europa auf; anlässlich des Sommerfestes der DPGM kamen die Musiker zum ersten Mal nach München und sorgten für außergewöhnlich gute musikalische Unterhaltung.

 

Es war ein tolles Fest und wir freuen uns schon jetzt auf`s nächste Mal!

Am 6.7.2019: Barabern und Strawanzen – Soundspaziergang zur Migrationsgeschichte aus Jugoslawien nach München

Barab- was? Barabern… das bedeutete im Bayerischen mal schwer arbeiten. Was das mit Migration aus Jugoslawien zu tun? Der Begriff ist, wie so viele Teile unserer Sprache, auch „eingewandert“. Ursprünglich oberitalienisch, ist er gemeinsam mit italienischen und slawischen Arbeitern, die Eisenbahntrassen bauten, in Bayern gelandet. Umgedeutet wurde das, was „Landstreicher“ hieß, fortan als negative Bezeichnung für die Hilfsarbeiter verwendet.

 

Den Begriff, seine Geschichte und Transformation macht ein Kollektiv, bestehend aus Wissenschaftlerinnen, Pädagoginnen, Kunstvermittlerinnen, Autorinnen und Studentinnen zum Ausgangspunkt ihrer besonderen Betrachtung des heutigen München.

 

In einem Soundspaziergang werden migrantische Biografien aus dem ehemaligen Jugoslawien erzählt. Warum? Weil die Autorinnen finden, dass die viel zu wenig sichtbar sind. Schwerpunkte der sechs Soundessays des Stadtspazierganges, die in kollaborativer Arbeit entstanden, sind etwa der Münchner Bezirk Westend, biografische Migrationserzählungen, die Rolle des Münchner Hauptbahnhofs für Gastarbeit in Deutschland, heutige migrantische Communitys sowie Zwangs- und Zivilarbeit während der NS-Zeit.

 

Wann? Am 6.7. zwischen 15 und 17 Uhr. Treffpunkt ist der U-Bahn-Ausgang der U Schwanthalerhöhe Ligsalz- Ecke Heimeranstraße. Die Anmeldung erfolgt unter info@balkanet.de, die Teilnahme ist auf 20 Personen begrenzt. Hier geht’s zur Veranstaltung auf Facebook.

Am gleichen Tag finden von 18-24 Uhr noch eine Ausstellung + Gespräche in der Lothringer 13 statt. Spannend, wir werden vorbeischaun!