Ahoj Nachbarn im Lexikon

Ahoj Nachbarn ist jetzt ganz offiziell: In dem neu erschienen Buch „Polnische Spuren in Deutschland“, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, verweisen die Autoren auch auf unseren Verein.

Cover von "Polnische Spuren in Deutschland"

Unter dem Stichwort ‚München‘ betonen die Autoren besonders unser über mehrere Jahre stattfindendes Festival „Cinepol“, inklusive eines Plakats mit dem charakteristischen Hundekopf.

Erwähnung "Ahoj Nachbarn"

Das schöne und interessante „Lesebuchlexikon“ kann man übrigens hier bestellen.

„Er liebt Kontraste“ – Retrospektive zu Ehren des polnischen Regisseurs Jerzy Skolimowski

Zum 80. Geburtstag des Regisseurs, der das polnische Kino in den 1960er und ’70er Jahren entscheiden mitverändert hat, zeigt das Filmmuseum München noch bis zum 24. Juni eine Retrospektive seiner Filme.

Unser Mitglied Katrin hat das zum Anlass genommen und blickt in einem Beitrag für den Deutschlandfunk auf das Leben des Malers, Schauspielers und Regisseurs zurück. Darin erfahren wir, warum er eine 17-jährige Drehpause einlegte und dank einer Nachricht aus Japan dann doch zum Film zurückkehrte. Und was ihn bei seinem Besuch bei der Retrospektive in München am meisten interessierte. (Es waren nicht seine Filme:)

Besonders interessant für alle Münchner: Sein Film „Deep End“, der morgen, am 2. Juni, läuft, spielt offiziell in London. Bewohner der bayrischen Landeshauptstadt werden darin aber Orte wie das Müller’sche Volksbad oder den Englischen Garten  wiedererkennen.

Foto: Jerzy Skolimowski
(By Kontrola – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52739306)

Rückblick: Stammtisch im Mai

Der Stammtisch im Mai bahnte sich etwas nebulös an: Im Internet war kaum etwas über den Treffpunkt, das „Dilo“, Pariser Straße 19, zu finden. Was uns wohl erwarten würde?
Dort angekommen, zeigte sich am 29. Mai aber, dass es sich lohnt, auch mal analog neue Lokale zu entdecken: leckeres türkisches Essen, schöne Musik und auch das Wetter spielte mit, sodass wir Haidhausen in vollen Zügen genießen konnten.

Wie immer war es schön, neue, interessierte Menschen zu begrüßen und die altbekannten Ahojskis wiederzusehen.

Ahoj Nachbarn endlich flüssig! (und mit Schuss)

Es kam für uns ganz unerwartet und war deshalb eine umso größere Freude:

Der Salon Irkutsk, eine unserer Lieblingsbars, hat einen Drink nach uns benannt!

 

Den mussten wir natürlich gleich selbst testen und waren zum hochoffiziellen Verkosten. Unser Urteil: Getränk und Verein passen super zusammen, beide sind inhaltlich interessant, hübsch anzuschauen und man hätte gern mehr davon 🙂

Der „Ahoj Nachbarn!“ ist eine Hommage an das polnische Gericht Barszcz (russisch Borschtsch), das vor allem aus Roter Beete besteht. Im Drink gibt ein selbst gemachter Rote-Beete-Dill-Sirup den charakteristischen Geschmack und die intensive Farbe. Dazu ist er leicht säuerlich und ein super Sommergetränk.

Der Drink wurde speziell für einen Cocktail-Wettbewerb entworfen und ist deshalb leider nicht regulär auf der Karte. Bei nettem Nachfragen kann man aber Glück haben und den Drink trotzdem bekommen, solange noch Sirup da ist.

Und wer nun Ambitionen bekommen hat, diesen einzigartigen Cocktail nachzumixen und sich Ahoj Nachbarn auch am Sommerabend auf dem Balkon zu gönnen, hier das Rezept:

 

Ahoj Nachbarn!

 

4 cl Wyborowa (Wodka)

1,5 cl Rote Beete/Dill Sirup 1:1 (selbst gemacht)

1,5 cl Riesling Verjus (ein sehr saurer Saft aus unreifen Trauben)

1 cl Limettensaft

2 Spritzer Black Walnut Bitters

 

Zubereitung:

Für den Sirup: 50 Gr Dillsamen im Topf erhitzen und andrücken, mit 200ml Rote-Beete-Saft ablöschen und siedend mit der gleichen Menge Zucker einen Sirup im Verhältnis 1:1 herstellen. Über Nacht ziehen lassen und dann fine strainen um die restlichen Samen zu entfernen.

 

Alle Inhaltsstoffe in ein Cognacglas geben und mit Crushed Ice befüllen. Mit einem Swizzlestick (ein spezieller Stab zum Anrühren von Cocktails) so lange swizzeln bis das Glas von aussen überfriert. Als Deko eine Dillspitze mit einer weissen Mini-Wäscheklammer am Rand befestigen.

 

Vielen Dank an Daniel für die Bereitstellung des Rezepts. Und natürlich das Erfinden dieses tollen Getränks!

 

Osteuropa im Dokumentarfilm

Lust auf Einblicke in andere Leben und Kulturen? Dann auf zum DOK.fest München, das nur noch wenige Tage läuft. Auf dem internationalen Dokumentarfilm-Festival werden auch viele Filme aus und über Osteuropa gezeigt.

Bild: DOK.fest München

Bis Sonntag, den 13. Mai, noch könnt ihr euch mitnehmen lassen auf filmische Reisen – zum Beispiel ins nordrussische Norilsk in „Melting Souls“, zu einem georgischen autistischen Filmemacher, der in „Transparent World“ allen Widrigkeiten trotzt oder mit „Miniature for the piano“ zu Landärzten in Bulgarien.

 

Eine Übersicht der Filme mit Bezug zu Osteuropa findet ihr hier.

 

Viel Spass beim Filme schauen!